sport auto-Tuner-Grand Prix und DriftChallenge 2009
sport auto Tuner Grand Prix und Driftchallenge 2009
Motorenlärm, qualmende Reifen einfach nur driften...
Am 26. und 27. Juni 2009 trafen sich bereits zum 17. Mal eine Reihe namhafter Fahrzeug Tuner zum Stelldichein auf dem Hockenheimring. Mit ihnen waren tausende begeisterter Fans zum Ring gekommen, um gemeinsam eine Neuauflage des legendären Tuner Grand Prix bzw. der Driftchallenge zu erleben.
Am ersten der beiden actiongeladenen Tage war die eingeschworene Schrauber- und Rennfahrergemeinde noch alleine und testete ihr Material auf Herz und Nieren. Der Samstag dagegen begann sehr früh, bereits ab 8 Uhr wurden alle Teilnehmer zur technischen Abnahme gebeten. Nach einer kurzen Fahrerbesprechung dürften die Teilnehmer aller Klassen ihre Fahrzeuge bei einem Warm Up auf der Strecke testen.
Als Zuschauer bemerkte man recht schnell, dass dies alles andere als ein Spaß ist und knallharter Rennsport präsentiert wurde. Nicht nur auf der Rennstrecke verlangte man den Fahrzeugen alles ab, auch die Crew´s bewiesen in Formel 1 Manier, dass Reifenwechsel, Nachtanken und die Telemetrieauswertung entscheidend über Sieg oder Niederlage sein können. Das ohnehin schlechte Wetter des Tages machte es den Teams bei der Wahl der Reifen nicht leicht.
Durch die Aufteilung der Teilnehmer in verschiedene Kategorien, wie etwa Kleinwagen, Kombi/SUV, aber auch Supersportwagen machte es für den Zuschauer leichter den Überblick zu behalten. Man hatte die Möglichkeit sich ganz in Ruhe die Fahrzeuge, sowohl in der frei zugänglichen Boxengasse und dem Fahrerlager, als auch auf der Rennstrecke anzusehen. Der starke Regen kurz vor der Siegerehrung zwang den Veranstalter das als Highlight angekündigte 400 Meter Beschleunigungsrennen auf Grund zu großer Unfallgefahr kurzerhand abzusagen. Für die Zuschauer erwies sich diese Entscheidung als doppelt schlecht, da schlichtweg kein Ersatz geboten werden konnte und so das Warten auf ein Ende des Regens und den Beginn der Driftchallenge schier endlos war.
Mit über einer Stunde Verzögerung klappte es doch noch, die Teilnehmer der Driftchallenge zu sortieren, die Fahrzeuge vorzubereiten und den Zuschauern endlich das zu geben, worauf sie den ganzen Tag schon gewartet hatten: Motorenlärm, qualmende Reifen und atemberaubende Fahrzeugbeherrschung. Seit diesem Jahr steht beim Driften wieder der Spaßfaktor an erster Stelle, das langweilige Punkte-Bewertungssystem der letzten Jahre wurde abgeschafft und damit die Zuschauerfreundlichkeit enorm gesteigert.
Am spektakulärsten waren die sogenannten Paardrifts, bei denen zwei Autos gleichzeitig mit nur wenigen Metern Abstand möglichst harmonisch durch die Sachskurve drifteten. Neben den Profis waren auch blutige Anfänger mit am Start, so versuchte sich sogar der adoptierte Prinz Marcus Eberhard Edward von Anhalt, Herzog zu Sachsen und Westfalen, Graf von Askanien in einer zusätzlich gestärkten AC Cobra. Er schaffte es zwar kein einziges Mal das Fahrzeug auch nur annähernd quer zu stellen, ohne sich zu drehen, aber dafür entschädigte er das Publikum mit viel Schall und Rauch.
Der Termin für die 18. Auflage des sport auto Tuner GP und der Driftchallenge 2010 steht noch nicht fest.
© DF ´09
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